Kronkorken, Chipstüten oder Flip-Flops: Diese Künstler*innen verwandeln Müll in Instrumente. Als Nachfolger der von Max Vandervorst in den 1980er Jahren ins Leben gerufenen Bewegung kreieren diese "wilden Instrumentenbauer*innen" Musik aus dem, was sie im Müll finden. Afrofuturistische Percussions, Low-Tech-Techno, Electro unplugged – angesichts der ökologischen Notlage ist das heute mehr denn je gefragt. Diese Künstler – halb verrückte Erfinder*innen, halb Cyberpunk-Performer – kommen aus einer Zukunft, in der die Welt mit Abfällen übersät ist – und somit zur einzigen verfügbaren Ressource werden, um Musik zu machen.
Wie klingt diese Musik der Zukunft, weit entfernt von KI-generierten Liedern? Durch einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum in der Gegenwart gelandet, präsentiert Compost Collaps "Tech-Low" – der übersteht auch den längsten Stromausfall.
Fulu Miziki mischen Rumba, Funk oder Soukous mit Schlag- und Saiteninstrumenten, die sie aus den Abfällen bauen, die sich in ihrer Heimat, der Demokratischen Republik Kongo, ansammeln.
Rapper Plastic Jesus, Prophet einer umweltfreundlicheren Musik, nimmt die Geräusche der Mülltonnen auf und widmet seine handgemachten Oden dem Plastik.