Der Tierschutz in Afrika, so gut er sich auf den ersten Blick darstellt, ein Problem für die Völker der Ureinwohner: Der Zugang zu Wäldern und Flüssen wird ihnen in den neuen Naturschutzgebieten systematisch verwehrt. Umweltschützer und Verteidiger Völker prangern deshalb einen neuen "grünen Kolonialismus" an, also eine kommerzielle und militarisierte Verwaltung der Natur. Darin eingeschlossen auch den neuen Trend des Verkaufs von Emissionsgutschriften für das Land der eingeborenen Hirten.
In Ruanda, Kongo-Brazzaville und Kenia trafen unsere Reporter Völker, die heute als Bedrohung für die Natur wahrgenommen werden, obwohl ihre Vorfahren jahrhundertelang mit wilden Tieren zusammenlebten und sie sich bis heute von Kleinwild und wildem Honig oder von der Milch und dem Fleisch ihrer Rinder ernähren. Naturschützer klagen nun, dass der Westen den Afrikanern Lektionen in Sachen Naturschutz erteile, nachdem die Kolonialherren früher schon die wilden Tiere Afrikas dezimierten…