ARTE Reportage

Peru / USA / Indien

52 Min.

Verfügbar bis zum 27/09/2026

TV-Ausstrahlung am Samstag, 29. August um 18:25

Sendung vom 29/08/2026

(1) Peru: 300.000 Frauen wurden in 90er Jahren zwangssterilisiert, sie leiden bis heute unter den Folgen. (2) USA: Philadelphia, die Hauptstadt der Gründerväter, feiert unter Trump den 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung. (3) Indien: Das Zusammenleben zwischen Menschen und Tigern bleibt schwierig und gefährlich.

(1) Peru: Sterilisiert unter Zwang

In den 1990er Jahren wurden in Peru Hunderttausende Frauen – häufig arm, indigener Herkunft, Analphabetinnen – im Rahmen einer unter der Regierung von Alberto Fujimori durchgeführten Geburtenkontrollpolitik gegen ihren Willen sterilisiert. In zahlreichen Fällen handelt es sich um schwere Menschenrechtsverletzungen: Die Operationen wurden ohne angemessene medizinische Absicherung durchgeführt, teilweise ohne Betäubung, ohne postoperative Versorgung. In einigen Fällen starben die Frauen nach dem Eingriff. Bis heute ist dieser staatliche Skandal nicht aufgeklärt, viele Akteure von damals sind bis heute nicht zur Verantwortung gezogen worden.

(2) 250 Jahre USA: Die Feier der Uneinigkeit

Die Geschichte der Vereinigten Staaten begann in Philadelphia, der ersten Hauptstadt des Landes. Dort verkündeten sie am 4. Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung. Im Juli 2026 feierten die USA ihr 250-jähriges Bestehen, allerdings in einer weniger fröhlichen Atmosphäre als noch beim 200-jährigen Jubiläum im Jahr 1976. Donald Trump ist an der Macht, das Land ist gespalten, und er will die Feierlichkeiten auf die Hauptstadt Washington konzentrieren - vielleicht auch deshalb, weil Philadelphia von den Demokraten geprägt ist. Viele Einwohner fragen sich, wie lange die Demokratie in den USA in den Zeiten von Donald Trump noch standhält und wie kann man in diesen schwierigen Zeiten Widerstand leisten?

(3) Indien: Die schwierige Rettung der Tiger

Indien rettete die Tiger vor dem Aussterben. Von Wilderern einst wegen ihrer Felle und Knochen gejagt, lebten 1970 in Indien nur noch 1.800 wilde Tiger, heute sind es mehr als 3.600, fast 75 Prozent der wildlebenden Tigerpopulation weltweit. Für den Schutz der Tiger erweiterten die Behörden die Naturschutzgebiete. Dafür siedelten sie ganze Dörfer um - und sie schufen Zonen, in denen Tiger und Menschen nebeneinander leben. Dies führte zu schwierigen Situationen, teils mit tödlichen Konsequenzen. In den Sundarbans, den größten Mangrovenwäldern der Welt, dem Lebensraum des Bengalischen Tigers, starben mehr als 500 Menschen durch Tigerattacken. Indiens Regierung steht vor einem Dilemma: Sie wollen die Tiger als nationale Wahrzeichen schützen, aber auch die Menschen, die mit ihnen leben.

Land

  • Frankreich

  • Deutschland

Jahr

2026

Herkunft

ARTE

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