Re: Ungarns Hetze gegen Anti-Faschisten
30 Min.
Verfügbar bis zum 08/04/2027
Sendung vom 09/04/2026
Jedes Jahr am 11. Februar marschieren in Budapest Nostalgiker des Dritten Reichs in Naziuniformen auf, um ihren "Tag der Ehre" zu feiern. Sie gedenken des gescheiterten Versuchs der Nazi-Truppen und ihrer ungarischen Kollaborateure, die sowjetische Belagerung von Budapest im Februar 1945 zu durchbrechen. Am Gedenktag geraten Neonazis und Antifaschisten regelmäßig aneinander.
Für die ungarischen Behörden ist dieser "Tag der Ehre" nur ein historisches Gedenken, subventioniert mit staatlichen Zuschüssen, über das die von Premierminister Viktor Orbán kontrollierten Medien positiv berichten. Doch die ungarische Regierung geht noch weiter. Um ausländische antifaschistische Gegendemonstranten aufzuspüren, bedient sie sich missbräuchlich eines Rechtsinstruments der Europäischen Union: Seit 2023 ließ sie 14 Europäische Haftbefehle (EHB) gegen sie ausstellen, die ursprünglich nur gedacht sind zur Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität. Unter den ungarischen Linksaktivisten geht deshalb die Angst um, seit kurzem noch verschärft durch die Veröffentlichung eines "Antifa-Dekrets" am 26. September 2025. Darin wird die antifaschistische Bewegung als terroristische Organisation eingestuft, deren Mitglieder mit bis zu 24 Jahren Haft bestraft werden können.
Autor:in
Céline Schmitt
Remi Cadoret
Kamera
Remi Cadoret
Céline Schmitt
Schnitt
Alain Collins
Produktion
FH/Altapress
Land
Frankreich
Jahr
2026
Herkunft
ARTE
Auch interessant für Sie
Russland: Rock gegen Repression
ARTE Reportage
Re: Frauen der Gitans ringen um Freiheit
Irak: Kehren Christen heim nach Mossul?
ARTE Reportage
Re: Mallorca und der Alkohol
Grönland: Stolz darauf, Inuit zu sein
Arte Reportage
ARTE Reportage
Grönland / Kambodscha
Re: Eine Pizzeria, die Autisten Selbstständigkeit gibt
Russland: Die Generation Z
ARTE Reportage
Re: In der Falle der Loverboys
Die meistgesehenen Videos von ARTE
Die Leopardin
Mit offenen Karten - Im Fokus
Trump und Xi: Kräftemessen
Sandra Hüller aus der Sicht von Laetitia Masson
Blow up
Unhappy
Vom Leben in der Großstadt
ARTE Journal - 15/05/2026
Ukraine-Krieg: Zahl der Toten steigt
Pedro Almodóvar in 15 Minuten
Blow up
Re: Frauen der Gitans ringen um Freiheit
Mit offenen Karten - Im Fokus
Großbritannien: Zeit der Spaltungen
Filmfestspiele von Cannes: Eine elektrisierende Eröffnung
ARTE Journal
ARTE Journal - 16/05/2026
Israel-Libanon: Angriffe trotz verlängerter Feuerpause