Ukraine: Heimkehr aus russischer Haft

ARTE Reportage

25 Min.

Verfügbar bis zum 23/03/2029

Anastasias Vater Oleksandr war nach der Schlacht um Mariupol fast drei Jahre lang in russischer Kriegsgefangenschaft. Dank eines Gefangenenaustauschs kehrt er 2025 endlich zurück nach Hause, abgemagert, krank, mit Folterspuren am ganzen Körper, und einer schwer verwundeten Seele. Acht Monate später stirbt er an einem Herzanfall.

Wie viele ukrainische Gefangene, Soldaten oder Zivilisten, sterben wie Anastasias Vater Oleksandr kurz nach ihrer Rückkehr aus der russischen Kriegsgefangenschaft? Die ukrainischen Medien kennen die genaue Zahl nicht, sie berichten aber immer häufiger über diese unerwarteten Todesfälle. Oleksandrs Tochter Anastasias will beweisen, dass ihr Vater an den Folgen der Haft in Russland starb, sie hofft, dass sich die Verantwortlichen für seinen Tod eines Tages vor der internationalen Justiz verantworten müssen. Seit den im letzten Mai begonnenen Verhandlungen zwischen Kyjiw und Moskau kommen immer mehr Kriegsgefangene per Austausch nachhause und die Überlebenden erzählen, wie sie in Russland misshandelt wurden. Neun von zehn Rückkehrern berichten über verschiedene Arten von Folter.
Nicht nur Soldaten geraten in russische Kriegsgefangenschaft, auch Zivilisten: Konstantin wurde schon 2018 gefangengenommen, vor dem aktuellen Krieg, während einer Geschäftsreise auf der russisch besetzten Krim. Wegen angeblicher Spionage wurde er über sieben Jahre lang in Russland gefangen gehalten. Nach seiner Rückkehr ist er als Zivilist in einer schwierigeren Lage als die Soldaten, denn für Zivilisten gibt es weniger staatliche Hilfen zur Wiedereingliederung.

Regie

Marine Courtade, Ilioné Schultz

Kamera

James de Caupenne

Schnitt

Gaël Mocaër

Produktion

Hikari

Journalist

Sasha Alexandrenko

Land

Frankreich

Jahr

2026

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