Re: Wie Europas Armeen um Nachwuchs kämpfen
2 Min.
Verfügbar ab dem 10/06/2026
TV-Ausstrahlung am Mittwoch, 10. Juni um 19:40
Sendung vom 10/06/2026
In Zeiten wachsender Unsicherheit wollen viele Länder in Europa ihre Armeen stärken – teils mit ungewöhnlichen Mitteln. Deutschland und Frankreich werben um Jugendliche mit Schnupperprogrammen, Lettland setzt in der Schule auf militärische Ausbildung. Junge Menschen müssen sich wieder fragen: Würde ich mein Land mit der Waffe verteidigen?
Schon in wenigen Jahren könnte es zu einem Angriff Russlands auf Nato- und EU-Gebiet kommen, befürchten Politikerinnen und Politiker. Gleichzeitig wird das Verteidigungsbündnis mit den USA in Frage gestellt. Europa versucht deshalb, seine Verteidigungsfähigkeiten so schnell wie möglich zu stärken.
Die Bundeswehr soll innerhalb weniger Jahre zur konventionell stärksten Armee Europas ausgebaut werden. Bis 2035 soll die Truppe von derzeit 186.000 auf 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten anwachsen. Dafür wirbt die Bundeswehr massiv um Nachwuchs, unter anderem mit einwöchigen Schnupperangeboten für Jugendliche und junge Erwachsene, in denen diese eine Art Grundausbildung im Zeitraffer erleben.
In Frankreich ist die Armee traditionell tief in der Gesellschaft verankert. Jugendprogramme gibt es landesweit, viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wechseln später in eine militärische Ausbildung. 2026 startet zudem ein neuer Freiwilligendienst der Armee, der innerhalb von zehn Jahren auf 50.000 Männer und Frauen anwachsen soll.
Lettland, das direkt an Russland grenzt, geht noch weiter: Das Land hat den Wehrdienst wiedereingeführt – und das Schulpflichtfach "Landesverteidigung". Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Klassen lernen dort den Umgang mit der Waffe, absolvieren Schießtraining und üben Navigation. Nicht alle unterstützen diesen Kurs, doch viele Jugendliche finden: Es ist gut, vorbereitet zu sein.
Für die junge Generation in Europa steht wieder die Frage im Raum, wie weit sie bereit ist, ihr Land im Ernstfall mit der Waffe zu verteidigen.
Land
Deutschland
Jahr
2026
Herkunft
BR
Re: Ein Dorf, das Kinder heilt
Re: Junge Franzosen übernehmen alte Höfe
Re: Europas Lithiumhunger, wer zahlt den Preis?
Re: Belgiens Mikrobrauer mit Herz und vollem Risiko
Re: Ungarn: Ein Gymnasium für Roma
Re: Letzte Reise nach Belgien, zur Sterbehilfe
Re: Kinder, Küche, Haushalt ... macht Papa!
Re: Das ewige Pendeln des EU-Parlaments
Re: Wenn das Geld für Tampons und Binden fehlt
Re: Der Lehrer, der Genies macht
Re: Malta - Wüste oder Wasserlabor der Zukunft?
Re: Georgiens Kinder, für tot erklärt und dann verkauft
Re: Die Retter von Rumäniens Lost Places
Re: Zu viele Wildschweine in Belgien?
Re: Kiruna, eine Stadt zieht um
Re: Rumäniens Psychiatrie der Hoffnung
Re: Lettland rüstet sich gegen Putin
Re: Rettet alkoholfreier Wein die Winzer?
Re: Aufstand der Orcas?
Re: Junge Frauen und der harte Weg aus der Armut
Auch interessant für Sie
Roots
Nicht nur im Süden: Der Kampf gegen die Wüste
Nice to meet you : Österreich
Durch Europa mit Jagoda Marinić
Agree to Disagree!
Kriegstauglich dank Wehrpflicht?
Mit offenen Daten
Ein französisches Unternehmen hilft der russischen Armee
Wie mächtig sind Landkarten?
42 - Die Antwort auf fast alles
Ukraine: Zivilisten in der Drohnenhölle
ARTE Reportage
Re: Meine Niere für einen Fremden
Kasachstan: Schöne Grüße aus Baikonur
ARTE Reportage
Re: Unser Zuhause im Frankfurter Bahnhofsviertel
Die meistgesehenen Videos von ARTE
Blindgänger
Weil du mir gehörst
Wenn das Eis ruft - Der Abenteurer Arved Fuchs
ARTE Journal - 03/06/2026
Ukrainische Drohnen treffen St. Petersburg
Unhappy
Vom Glück des Auswanderns
Ukraine: Zivilisten in der Drohnenhölle
ARTE Reportage
Mit offenen Karten - Im Fokus
Medikamente: globaler Wettbewerb
ARTE Journal - 04/06/2026
Libanon: Angriffe trotz Waffenruhe
Machen Superreiche die Welt besser?
Stimmt es, dass ...?
Muhammad Ali (1/4)
Erste Runde: Der Größte (1942-1964)