Re: Ein Team, eine Mission, fünf Wochen im Atlantik
31 Min.
Verfügbar bis zum 11/04/2027
Sendung vom 02/04/2025
5.000 Meter unter dem Meeresspiegel leben Tiere, die noch nie jemand gesehen hat. Ein Forschungsteam an Bord der FS Meteor begibt sich auf die Suche nach unbekannten Arten. Fünf Wochen auf engstem Raum, in denen die Männer und Frauen über sich hinauswachsen - oft übermüdet, manchmal seekrank. Eine schwierige Mission mitten in der Einsamkeit des Atlantiks.
Drei Uhr nachts mitten im Atlantik: Die FS Meteor ist von Dunkelheit umgeben – doch die 58 Menschen an Bord sind hellwach. Alle Blicke sind auf den Bordkran gerichtet. Dieser zieht den Boxcorer, eine Art Greifer, aus fünf Kilometern Tiefe hoch. Der Wellengang lässt den Boxcorer an die Schiffswand krachen. Tiefseeforschung bedeutet schweren Geräteeinsatz. Stahl und Titan müssen dem hohen Druck am Meeresboden standhalten. Mit vollem Körpereinsatz hieven die Matrosen das Gerät an Deck. Doch die Box ist leer - lange Gesichter und Anspannung sind die Folge. Fünf Wochen auf See, jeder Tag auf dem Schiff kostet – also heißt es: neuer Versuch, bevor die Sonne aufgeht.
"Vermutlich sind über 90 Prozent der Tierarten in der Tiefsee noch gar nicht entdeckt", sagt der Meeresbiologe Torben Riehl. Klimawandel, Überfischung, Ölbohrungen und Umweltverschmutzung gefährden diesen geheimnisvollen Lebensraum. Seine Mission drängt: Er will die Lebewesen untersuchen, bevor sie ausgestorben sind.
Hochdruck herrscht auch über Wasser bei den Forschenden. Riehl, erst vor kurzem Vater geworden, muss zum ersten Mal die Rolle des Fahrtleiters übernehmen. Die gesamte Verantwortung für die Expedition liegt bei ihm.
Vier Tage entfernt vom nächsten Hafen, isoliert inmitten des Atlantiks, muss man improvisieren können. Da werden auch mal Bodenproben kurzerhand beim Schiffsarzt geröntgt, um zu sehen, wie sich Kleinstlebewesen darin eingegraben haben. Und eine Geologin versucht, mit einem Wetterballon an einer Hochseeangel Sahara-Staub zu sammeln. Was wie Seemannsgarn klingt, ist auf der FS Meteor Realität.
Land
Deutschland
Jahr
2025
Herkunft
HR
Re: Europas Abwehrkampf gegen das Kokain
Re: Frauenrechte in Lettland bedroht
Re: Die Ärzte der Ägäis
Re: Ein Dorf, das Kinder heilt
Re: Junge Franzosen übernehmen alte Höfe
Re: Europas Lithiumhunger, wer zahlt den Preis?
Re: Belgiens Mikrobrauer mit Herz und vollem Risiko
Re: Ungarn: Ein Gymnasium für Roma
Re: Letzte Reise nach Belgien, zur Sterbehilfe
Re: Kinder, Küche, Haushalt ... macht Papa!
Re: Das ewige Pendeln des EU-Parlaments
Re: Wenn das Geld für Tampons und Binden fehlt
Re: Der Lehrer, der Genies macht
Re: Malta - Wüste oder Wasserlabor der Zukunft?
Re: Georgiens Kinder, für tot erklärt und dann verkauft
Re: Die Retter von Rumäniens Lost Places
Re: Zu viele Wildschweine in Belgien?
Re: Kiruna, eine Stadt zieht um
Re: Rumäniens Psychiatrie der Hoffnung
Re: Lettland rüstet sich gegen Putin
Auch interessant für Sie
Senegal: Exodus der Fischer
ARTE Reportage
Roots
Unser Vieh: Klimakiller oder Klimaschützer?
Langeweile - Das unerforschte Gefühl
Unhappy
Von Gemeinschaft und Einsamkeit
Leben auf Plastik - Per Anhalter durchs Meer
Re: Wie Europas Armeen um Nachwuchs kämpfen
Digital Aliens
Die neue Ungleichheit
Virtuelle Freunde, reale Gefahren: Die neuen KI-Begleiter der Teenager
Mexiko unter US-Druck: Kartelle im Fadenkreuz
ARTE Reportage
Die meistgesehenen Videos von ARTE
Blindgänger
Flower Power
Niederländische Malerinnen im 17. Jahrhundert
Mit offenen Karten - Im Fokus
Naher Osten: 100 Tage Krieg
Weil du mir gehörst
Twist
Coole Chöre
Mit offenen Karten - Im Fokus
Xi Jinping zu Besuch in Nordkorea
Wenn das Eis ruft - Der Abenteurer Arved Fuchs
Königreich Jordanien
Der Norden
ARTE Journal - 11/06/2026
Spannungen zum Start der Fußball-WM
Königreich Jordanien
Der Süden