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Blutige Hochzeit
93 Min.
Verfügbar bis zum 14/07/2026
In einer französischen Kleinstadt führen Lucienne und Pierre unentdeckt ein Verhältnis. Um dieses ungestört ausleben zu können, beseitigen sie ihre Ehepartner. Die Konsequenz ihrer Tat: es ist ihnen nun noch unmöglicher sich zu treffen. Claude Chabrol geht in "Blutige Hochzeit" (1970) der Frage nach, weshalb Menschen lieber einen Mord begehen, als ihre Gefühle offen zu zeigen.
Die Geschichte des Films beruht auf einer wahren Begebenheit, deren Protagonisten als die "Teufel von Bourganeuf" bekannt wurden. Doch Chabrol geht es in seinem Film nicht um die Schilderung des Verbrechens. Er nutzt den Fall zu einer subtilen, aber heftigen Attacke auf die französische Bourgeoisie und vor allem die damaligen politischen Verhältnisse. Einmal mehr steht in "Blutige Hochzeit" die Familie als Kernstück der bürgerlichen Gesellschaft im Mittelpunkt. Doch das vorgebliche Familienglück ist zerrüttet, die Ehen sind nur noch Fassade. Stattdessen: Ehebruch und Mord. Die erhoffte Freiheit entpuppt sich als Gefängnis der Konventionen. Was aber, so die zentrale Frage des Films, bringt die Menschen dazu, lieber einen Mord zu begehen, als ihre Gefühle offen einzugestehen?
Mit
Michel Piccoli (Pierre Maury)
Stéphane Audran (Lucienne Delamare)
Claude Piéplu (Paul Delamare)
Clotilde Joano (Clotilde Maury)
Eliana De Santis (Hélène Chevalier)
François Robert (Auriol)
Regie
Claude Chabrol
Drehbuch
Claude Chabrol
Produktion
Les Films La Boëtie
Canaria Films
Italian International Film
Produzent/-in
André Génovès
Kamera
Jean Rabier
Schnitt
Jacques Gaillard
Monique Gaillard
Musik
Pierre Jansen
Land
Frankreich
Italien
Jahr
1973
Herkunft
ARTE F
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