Skream war noch ein Teenager, als er sich erstmal an die Plattenteller stellte, und kaum älter, als man ihn schon zu den großen Namen des Dubsteps zählte. Doch bei allem Erfolg, den er dem Genre (und das Genre ihm) beschert hat, erlaubt sich der britische DJ hin und wieder Abstecher zu Disco, House und Techno.
Auch Benga war noch nicht volljährig, als er sein erstes Projekt „Skank/Dos“ veröffentlichte, mit dem er den Grundstein für ein ebenso ungestümes wie mutiges musikalisches Universum legte. Sein fulminanter Start und das nachfolgende Album „Diary of an Afro Warrior“ sollten die elektronische Musik im Weiteren nachhaltig beeinflussen.
In den 2000er- und 2010er-Jahren brachten Skream und Benga die Tanzflächen mit ihrem düsteren Dubstep zum Beben und experimentierten anschließend auf Solopfaden weiter. Nun stehen sie wieder Seite an Seite an den Turntables. Offiziell wurde das Ende ihrer fast zehnjährigen Auszeit als Duo mit der Veröffentlichung der beiden Tracks „Good Things Come To Those Who Wait“ und „Midnight Control“ besiegelt.
Aufzeichnung vom 14. Mai 2026 beim Festival Nuits Sonores, Lyon
Foto © gcplyon