Westjordanland: Sie schießen auf Kinder

ARTE Reportage

25 Min.

Verfügbar bis zum 14/05/2029

Sendung vom 19/06/2026

Im Schatten des Krieges in Gaza verschärfte sich auch die Lage im Westjordanland: Jedes Jahr sterben dort dutzende Kinder durch die Kugeln israelischer Soldaten und Polizisten. 2025 zählten Menschenrechtsorganisationen im Westjordanland 58 getötete Minderjährige, mehr als ein Kind pro Woche, das ist ein trauriger historischer Rekord.

Hinter diesen Zahlen verbergen sich Schicksale und Namen wie Mohammed, Layla, Othman, Jad und am Boden zerstörte Familien, die nach jedem Todesfall die gleichen Versprechungen der israelischen Behörden hören: dass sie alles untersuchen werden, doch diese Untersuchungen verlaufen in den meisten Fällen im Sand.
Philippe Levasseur und Claire Duhamel sammelten und prüften Zeugenaussagen und Videos, die es ermöglichen, einige dieser Tragödien zu rekonstruieren. Weder Israels Armee noch Israels Polizei wollte zu den Vorwürfen Stellung nehmen. Nur ein ehemaliger Scharfschütze der israelischen Armee brach das Schweigen. Er prangert eine mörderische Fehlentwicklung an: das Fehlen von offiziellen Untersuchungen von Seiten der israelischen Justizbehörden; die Konfiszierung der Leichen der Opfer und den Einsatz von Einheiten, die der Veteran der Armee als "Todesschwadronen" bezeichnet. Der rechtsextreme Knessetabgeordnete Yitzhak Kreuzer aber legitimiert die Erschießungen, indem er sagt: "In Jenin gibt es keine unschuldigen Kinder.“

Regie

Philippe Levasseur

Kamera

Claire Duhamel

Schnitt

Emmanuel Lejeune

Produktion

Premières Lignes Télévision

Land

Frankreich

Jahr

2026

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