Argentinien: Milei kürzt Fluss-Sanierung

ARTE Reportage

25 Min.

Verfügbar bis zum 27/02/2036

Sendung vom 12/03/2026

Der Schutz von Natur und Umwelt hat keine Priorität für Javier Milei, den ultraliberalen argentinischen Präsidenten. Die Budgets für den Umweltschutz hat er gekürzt, auch für den Fluss Riachuelo in Buenos Aires. Das könnte nun die Erfolge des seit 2008 laufenden Sanierungsplan zur Reinigung von Flusswasser und Ufer gefährden.

Der Riachuelo in Buenos Aires galt lange Zeit als einer der am stärksten verschmutzten Flüsse der Welt, er war eigentlich nur noch ein offener Abwasserkanal von über 60 Kilometern Länge, an dem 5 Millionen Menschen leben. Im Jahr 2008 zwang die argentinische Justiz die Behörden, einen umfassenden Sanierungsplan zu starten. Die Arbeiten, die unter der Aufsicht des Obersten Gerichtshofs durchgeführt wurden, führten zu einer spektakulären Verbesserung. Doch seit dem Amtsantritt des ultraliberalen und klimaskeptischen Präsidenten Javier Milei im Dezember 2023 und der von ihm angeordneten drastischen Senkung der öffentlichen Ausgaben sind viele Teile dieses Sanierungsplans auf Eis gelegt. Und das beunruhigt die Anwohner, vor allem, seit die Justizbehörde die richterliche Kontrolle aufgehoben hat. Der Riachuelo ist noch nicht gerettet.

Regie

Nathalie Georges

Kamera

Elsa Kleinschmager

Schnitt

Pascal Bach

Grafik

Valérie Julien

Ton

Marc Hansmann

Fixer

Juliette Igier

Land

Frankreich

Jahr

2026

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