Irak: Das Leid der Kinder nach dem Krieg

ARTE Reportage

25 Min.

Verfügbar bis zum 1. April 2026 um 00:00

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Sendung vom 07/04/2023

Im Jahr 2003 starteten die USA die Militäroperation „Iraqi Freedom“ im Irak, die unter anderem zum Sturz von Saddam Hussein führte. Diese Reportage aus dem Jahr 2023 zeigt, welchen extrem hohen Preis die Kinder für diesen Krieg zahlen - noch zwanzig Jahre später. Gerade im Licht des aktuellen Krieges im Nahen Osten eine eindrucksvolle Dokumentation.

In Nehran Omar, einem 2000-Einwohner-Ort 30 km von Basra entfernt, klagen die Einwohner über eine große Zahl behinderter Kinder und über viele Todesfälle von Kindern durch Krebserkrankungen. Im Krieg gegen den Irak und seinen Diktator Saddam Hussein setzte die US-Armee Waffen ein, die Uran enthielten: Die nach den Explosionen freigesetzten radioaktiven Partikel kontaminieren den Boden, die Flüsse, das Vieh und die Menschen bis heute.
Und nun leiden die Bürger in Basra auch noch unter den Folgen der Ölförderung. Die internationalen Ölfirmen repektieren die Gesetze zum Schutz der Bevölkerung augenscheinlich nicht. Sie fackeln die Gase, die bei der Förderung entweichen, einfach ab, in weniger als 10 Kilometern Entfernung von den ersten Siedlungen. Die Menschen dort sind den hochgiftigen Emissionen schutzlos ausgesetzt. Die regionalen Behörden greifen nicht ein, wohl auch deshalb, weil die Gewinne aus der Ölförderung fast 90% des irakischen Haushalts ausmachen.

 

Regie

Dominique Mesmin

Kamera

Gaspard Thierry-Karoglan

Schnitt

Gaspard Thierry-Karoglan

Land

Frankreich

Jahr

2023

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