Tempel der Hochkultur - Wie Kulturbauten Städte aufwertenSignature Building und Selfie-Effekt
27 Min.
Verfügbar bis zum 30/01/2027
TV-Ausstrahlung am Sonntag, 16. März um 09:15
- Untertitel für Gehörlose
Spektakuläre Architektur für Museen und Opernhäuser ist mittlerweile gang und gäbe. Wer kulturell noch eins draufsetzen will, baut nicht mehr einzelne "Signature Buildings", sondern gleich "Cultural Clusters". Das spanische Valencia hat sich eine ganze "Stadt der Künste und Wissenschaften" geleistet - mit nicht weniger als fünf futuristischen Kulturbauten!
Was haben eine verspiegelte Salatschüssel, ein gestrandetes Walskelett und ein riesiges Auge gemeinsam? Sie alle stehen für außergewöhnliche, fantasievolle Architektur, die maßgeblich dazu beigetragen hat, ihre Standorte aufzuwerten.
Ein Beispiel ist das Depot des Museums Boijmans van Beuningen in Rotterdam. Es entsteht immer etwas Besonderes, wenn das Architekturbüro MVRDV ins Spiel kommt: Die Abkürzung steht für die Architekten Winy Maas, Jacob van Rijs und Nathalie de Vries. Das Architekten-Team ist weltweit bekannt für seinen mutigen und einfallsreichen Stil. Es packte das voluminöse Kunstlager des Museums kurzerhand in einen ovalen Baukörper mit verspiegelter Fassade. Wie ein Frühstücks-Ei ist er oben abgeschnitten, um Platz zu schaffen für einen Dachgarten. Durch die Reflektion der Umgebung wirkt das Gebäude selbst weniger massig. Der begrünte Dachbereich fungiert als Fortsetzung des umgebenden Parks. Rotterdam – nicht arm an innovativer Architektur – hat mit dem Depot ein neues bauliches Glanzstück hinzugewonnen.
Das Prinzip Signature Building setzen viele Städteplaner inzwischen bewusst ein. Immer mehr Städte tendieren jedoch dazu, mit Kulturbauten gleich ganze urbane Landschaften zu gestalten. Diese Cultural Cluster umfassen meist mehrere Institutionen wie Museen, Konzerthallen, Performing Arts Center auf engstem Raum.
In Spanien entschloss sich die Stadt Valencia etwa in den Boom-Jahren der 1990er gleich eine ganze „Stadt der Künste und Wissenschaften“ zu bauen. Die spanischen Stararchitekten Francisco Calatrava und Félix Candela setzten verschiedenen futuristische Kulturbauten in eine parkartige Landschaft und schufen so eine eigene Welt.
Ein Beispiel ist das Depot des Museums Boijmans van Beuningen in Rotterdam. Es entsteht immer etwas Besonderes, wenn das Architekturbüro MVRDV ins Spiel kommt: Die Abkürzung steht für die Architekten Winy Maas, Jacob van Rijs und Nathalie de Vries. Das Architekten-Team ist weltweit bekannt für seinen mutigen und einfallsreichen Stil. Es packte das voluminöse Kunstlager des Museums kurzerhand in einen ovalen Baukörper mit verspiegelter Fassade. Wie ein Frühstücks-Ei ist er oben abgeschnitten, um Platz zu schaffen für einen Dachgarten. Durch die Reflektion der Umgebung wirkt das Gebäude selbst weniger massig. Der begrünte Dachbereich fungiert als Fortsetzung des umgebenden Parks. Rotterdam – nicht arm an innovativer Architektur – hat mit dem Depot ein neues bauliches Glanzstück hinzugewonnen.
Das Prinzip Signature Building setzen viele Städteplaner inzwischen bewusst ein. Immer mehr Städte tendieren jedoch dazu, mit Kulturbauten gleich ganze urbane Landschaften zu gestalten. Diese Cultural Cluster umfassen meist mehrere Institutionen wie Museen, Konzerthallen, Performing Arts Center auf engstem Raum.
In Spanien entschloss sich die Stadt Valencia etwa in den Boom-Jahren der 1990er gleich eine ganze „Stadt der Künste und Wissenschaften“ zu bauen. Die spanischen Stararchitekten Francisco Calatrava und Félix Candela setzten verschiedenen futuristische Kulturbauten in eine parkartige Landschaft und schufen so eine eigene Welt.
Regie
Sabine Reeh
Land
Deutschland
Jahr
2023
Herkunft
BR