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Von Kyros bis Khomeini. Drei Jahrtausende Iran (2/3)
52 Min.
Verfügbar bis zum 31/08/2026
Die großen Herrscher Persiens erbauten ein gigantisches Reich, dessen blühende Kultur in der ganzen antiken Welt Neid und Begehrlichkeit weckte. Die zweite Episode der Dokureihe erklärt, weshalb der Iran nicht arabisch wurde und bis heute nicht arabisch ist, dazu stolz auf seine persische Identität, auf Kunst und Literatur.
Ganz Arabien befand sich durch Mission, durch Eroberungen und gewaltsame Bekehrung bald unter muslimischer Herrschaft. Als die arabischen Armeen bis nach Persien vorrückten, organisierte der junge persische Großkönig Yazdegerd III. (624 - 651) die Verteidigung. Er war gerade mal zehn Jahre alt. So führte er das persische Heer gegen die arabisch-islamischen Truppen in die Schlacht. Im Jahr 637 standen die Araber vor den Toren der persischen Hauptstadt Istachr. Die Perser kämpften und verteidigten sich, wurden schließlich jedoch vernichtend geschlagen. 651 war Persien endgültig erobert.
Ein Jahrhundert nach der arabischen Invasion kam das Herrschergeschlecht der Abbasiden an die Macht. Die Islamisierung schritt schnell voran. Die Perser fügten dem arabischen Alphabet vier Buchstaben hinzu, wodurch es die bis heute gebräuchlichen 32 Zeichen erreichte. Zur gleichen Zeit schrieb der Dichter Abu I-Kasim Firdausi das „Schahname“, eine Geschichtensammlung über die persischen Könige des Altertums.
Die Stadt Isfahan hat der Besetzung durch die Seldschuken ihre große Blütezeit zu verdanken. Der Großwesir des letzten Persien-Eroberers Nizam al-Mulk (1018 - 1092) setzte sich für den Ausbau des Bildungswesens ein und förderte die wissenschaftlichen Arbeiten von Omar Chayyam (1048 - 1131). Dieser ist im Westen vor allem für seine Dichtkunst bekannt, aber als Mathematiker, Philosoph und Astronom erfand er zudem den persischen Kalender, der bis heute Verwendung findet. So entwickelte sich die Stadt in jener Zeit zu einer bedeutenden kulturellen und wissenschaftlichen Metropole.
Ein Jahrhundert nach der arabischen Invasion kam das Herrschergeschlecht der Abbasiden an die Macht. Die Islamisierung schritt schnell voran. Die Perser fügten dem arabischen Alphabet vier Buchstaben hinzu, wodurch es die bis heute gebräuchlichen 32 Zeichen erreichte. Zur gleichen Zeit schrieb der Dichter Abu I-Kasim Firdausi das „Schahname“, eine Geschichtensammlung über die persischen Könige des Altertums.
Die Stadt Isfahan hat der Besetzung durch die Seldschuken ihre große Blütezeit zu verdanken. Der Großwesir des letzten Persien-Eroberers Nizam al-Mulk (1018 - 1092) setzte sich für den Ausbau des Bildungswesens ein und förderte die wissenschaftlichen Arbeiten von Omar Chayyam (1048 - 1131). Dieser ist im Westen vor allem für seine Dichtkunst bekannt, aber als Mathematiker, Philosoph und Astronom erfand er zudem den persischen Kalender, der bis heute Verwendung findet. So entwickelte sich die Stadt in jener Zeit zu einer bedeutenden kulturellen und wissenschaftlichen Metropole.
Regie
Richard Downes
Land
Großbritannien
Jahr
2020
Herkunft
ARTE F
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