Re: Der Lehrer, der Genies macht
31 Min.
Verfügbar bis zum 05/01/2027
Sendung vom 06/01/2026
Wer bei ihm lernt, kann Nobelpreise gewinnen: Teodosi Teodosiew ist der weltweit wohl erfolgreichste Physik-Lehrer. Dabei unterrichtet er seine Talente ehrenamtlich in einer leerstehenden Schule mitten im Balkan-Gebirge in Bulgarien – einem der ärmsten Länder Europas. Seinen Schützlingen stehen die besten Universitäten der Welt offen und ein Platz in der globalen Spitzenforschung.
Katerina Neydenova war 2014 die beste Physik-Schülerin der Welt. Dank der Hilfe ihres Lehrers Teodosi Teodosiew gewann sie damals die Physik-Olympiade. Heute untersucht sie mit High-Tech-Elektronenmikroskopen Proteine, um künftig bakterielle Krankheiten bekämpfen zu können. Womöglich erhält Katerina eines Tages einen Nobelpreis für ihre Arbeit in Cambridge.
Die Leidenschaft für Naturwissenschaften hatte einst Teodosi in ihr entfacht. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet und will bis zu seinem Tod weitermachen. Dafür baut er gerade eine alte verlassene Schule in einem Dorf im Balkan-Gebirge aus. „Ohne Internet können wir uns dort auf Physik-Aufgaben konzentrieren.“
Seinen Schülern gibt er Humor und Disziplin mit auf den Weg: „Ihr müsst euch 15 Stunden am Tag mit Physik beschäftigen, sonst besteht ihr nicht an den Elite-Unis gegen das Heer an Chinesen.“ Wenn er an die Konkurrenz aus Fernost denkt, kommt der 77-Jährige ins Schwärmen. Dort herrsche noch dieselbe Disziplin, die er aus seiner Jugend im kommunistisch geprägten Bulgarien kenne. Bildung wurde damals – analog zur Sowjetunion – zentral organisiert und den Naturwissenschaften hohe Bedeutung beigemessen. Dagegen sei Bulgariens Bildungssystem heute unterfinanziert, die Jugend abgelenkt durch soziale Medien und unkonzentriert durch die damit einhergehende kurze Aufmerksamkeitsspanne. „Ich kämpfe als einer der Letzten gegen diesen fatalen Trend an“, erklärt Teododsi.
Land
Deutschland
Jahr
2025
Herkunft
SWR
Re: Georgiens Kinder, für tot erklärt und dann verkauft
Re: Die Retter von Rumäniens Lost Places
Re: Zu viele Wildschweine in Belgien?
Re: Bombenalarm auf der Bühne
Die Oper in Lwiw trotzt dem Krieg
Re: Kiruna, eine Stadt zieht um
Re: Lettland rüstet sich gegen Putin
Re: Letzte Reise nach Belgien, zur Sterbehilfe
Re: Rettet alkoholfreier Wein die Winzer?
Re: Aufstand der Orcas?
Re: Junge Frauen und der harte Weg aus der Armut
Re: Rumäniens Psychiatrie der Hoffnung
Re: Das Austernwunder von Portugal
Re: Cosplay - Das Spiel mit einer anderen Identität
Re: Belgiens Mikrobrauer mit Herz und vollem Risiko
Re: Wenn Arbeiter Chefs werden
Re: In der Falle der Loverboys
Re: Moldaus Dörfer, zerrissen zwischen Russland und EU
Re: Liberland, der Krypto-Staat am Donaustrand
Re: Der Retter der misshandelten Tiere
Re: Im Land der Bienen
Auch interessant für Sie
ARTE Reportage
Nordkorea: Kims Männer
Nice to meet you : Österreich
Durch Europa mit Jagoda Marinić
Agree to Disagree!
Setzen, Sechs! Braucht Schule Druck?
Iran: Blutige Repression
Re: Junge Franzosen übernehmen alte Höfe
Re: Eine Pflegefamilie wandert aus
Libanon: Das Ende der Hisbollah?
ARTE Reportage
Iran: Nicht mehr schweigen
Re: Kroatien zwischen Minen und Meer
Die meistgesehenen Videos von ARTE
Mit offenen Karten - Im Fokus
Iran - das Ende eines Systems?
Mit offenen Karten Spezial
Die Vereinigten Arabischen Emirate
ARTE Journal
Iran-Krieg: kein Ende in Sicht? / Made in Europe
Mit offenen Karten - Im Fokus
Island - doch in die EU?
Das Leben der Amish
Iran: Blutige Repression
Iran: Welthandel vor dem Zusammenbruch?
ARTE Journal - 04/03/2026
Iran-Krieg / Sánchez vs Trump / Rundfunkbeitrag in der Schweiz
Re: Junge Franzosen übernehmen alte Höfe
Iran: EU befürchtet Flächenbrand